Wenn es eine Hölle für Administratoren gibt, dann wird man dort wohl gezwungen werden, bis an das Ende aller Tage Windows zu installieren. Es ist wirklich ein Krampf!. Niemand kann ernsthaft und freiwillig gerne sowas Benutzen.
Vielleicht bin ich auch zu verwöhnt von GNOME und seiner schlichten Eleganz und Einfachheit, um ein Benutzereigenschaften-Fenster mit vier Reihen mit Fenster-Reitern für gut zu befinden.

16 Reiter nur für die Eigenschaften
Das Problem an Windows ist nicht, dass es irgendwie schlechter wäre, als richtige Betriebssysteme, sondern, dass es von den Entwicklern einfach schlechter gemacht wird! Das fängt ja schon damit an, das es keinen einheitlichen Ort zum Ablegen von Einstellungen gibt.
Doch? Nein. Ganz sicher nicht. Folgendes Szenario: Englischsprachiges Windows XP 64 und deutsches Windows XP 32, jeweils an unterschiedlichen Rechnern mit Roaming Profiles (Servergespeichertes Profil – Wer sowas mal konfiguriert hat, weiß, dass das Quatsch ist.). Wo legt man nun Daten ab?
c:\Documents and Settings\Username\Application Data
c:\Documents and Settings\Username\Application Data (Versteckt)
c:\Documents and Settings\Username\Local Settings
c:\Dokumente und Einstellungen\Username\Anwendungsdaten
c:\Dokumente und Einstellungen\Username\Application Data
c:\Dokumente und Einstellungen\Username\Lokale Einstellungen
Da gibt es noch ein paar mehr Verzeichnisse, die mir aber Spontan nicht einfallen. Oder doch irgendwo anders? Wieso gibt es nicht einfach ein „c:\username\settings“, und das unabhängig von Programmversion und -Sprache? Ich meine, unter Linux haben wir „/home/username/.programmname“, was entweder ein Verzeichnis mit weiteren Einstellungsdateien, oder eine einfache Datei ist.
Dieses Outlook kommt auch jedes mal damit durcheinander, wenn man von einem zum anderen System wechselt, weil es entweder eine Datei in „Documents and Settings“ oder in „Dokumente und Einstellungen“ erwartet, die da nicht ist. Oder der User hat keine Rechte, oder die Datei ist kaputt, oder sonst irgendwas.
Auch gut ist immer, wenn der User keine Rechte hat, um was zu installieren, um es doch installieren zu können, reicht es, den Vorgegebenen Installationspfad einfach dahingehend zu Ändern, dass irgendwo innerhalb des Profils installiert wird.
Beispiel: Mal angenommen, nur der IE ist Verfügbar, man will aber Firefox benutzen, reicht es, Firefox ins Profil zu installieren. Da keine wichtigen Daten in die Registry geschrieben werden, hat man danach eine Vollwertige Installation. Die Firefoxprofil-Daten selbst werden ja eh innerhalb des Windowsprofils gespeichert. Und schon ist Windows‘ Konzept umgangen.
Manchmal könnte es so einfach sein. Neues Notebook kommt an, Anweisung: Windows XP installieren und an der Domäne anmelden. Doch dann geht es auch schon los. Das gute Windows erkennt selbstverständlich so etwas gewöhnliches wie einen Netzwerk-Chip von Intel nicht, wohlgemerkt einen alten. USB ging, so konnte ich zumindest Treiber besorgen und installieren.
Aber dann? Nichts erkannt, lauter gelbe Fragezeichen, und keine Treiber-CD vom Hersteller (btw. das ist doch ein Unding, dass nur noch diese dämlichen Recovery-CDs mitgeliefert werden, die eine Partition auf der Festplatte erzwingen, in der Daten liegen müssen, auf die man als BESITZER der Hardware nicht zugreifen kann).
Nach langem, langem, langem Suchen und etlichen Neustarts (wieso fordert Windows eigentlich nach einer einfachen Installation von WLAN-Treibern einen Neustart? Und wieso zur Hölle funktioniert der Scheiß dann noch nicht mal, obwohl laut Systemsteuerung alles Okay ist?) habe ich das gerät zumindest so weit bekommen, dass Ethernet und auch die Domänenanmeldung funktionierten.
Dann ging es daran, Office zu installieren. Klar, Office muss sein, alleine schon für Word, um damit die hochwichtigen Notizen anzufertigen. Und der Mailverkehr geht selbstverständlich NUR mit Outlook, was nichts kostet, kann ja nichts taugen…
Letztendlich läuft es jetzt. Und obwohl alles getestet ist und funktioniert (bis aufs WLAN, aber laut Windows ist alles okay, soll sich da doch jemand anderes drum kümmern), ist ein „PCI Device“ noch mit einem gelben Fragezeichen versehen (Windows sagt damit: „Das Gerät ist da, aber ich weiß nicht, was es ist“, und gibt natürlich keine Brauchbaren Informationen aus).
Aber da quasi alles Funktioniert: Mir egal!
Ich fasse also zusammen: Das „gute Windows“, diese „professionelle Software vom Weltmarktführer“ hat sich auch nach mehreren Stunden nicht dazu überreden lassen, anständig zu funktionieren, und ist jetzt, obwohl alles geht, immer noch am Rumjammern, das was fehlen würde.
Wohingegen dieses „kommunistische Frickelzeug“ Linux, das „nur von Freaks benutzt“ wird, und „völlig unbrauchbar“, sowie „praktisch nicht zu installieren“ ist, auf einem zweiten, identischen Laptop so installiert wurde: CD rein, von CD gestartet, „Installieren“ angeklickt, 20 Minuten gewartet, root-Passwort eingegeben, Benutzer angelegt. Läuft.
Gut, „Roaming Profiles“ funktioniert nicht. Liegt aber daran, dass das Netzwerk in der Firma ein hundertprozentiges Windows-Netz ist, das Windows-Spezifische Funktionen benutzt. Generell funktioniert diese Art der Benutzerverwaltung unter Linux genau so, wenn ein entsprechender Server vorhanden ist. Sogar mit WIRKLICH Servergespeicherten Profilen.
Ach ja: Wer auch immer behauptet hat, es würde Spaß machen, Computerprobleme zu lösen, hatte nie welche.
Oder war Masochist.









































[…] zeigt mal wieder, dass selbst unter dem guten Windows, wenn es hart-auf-hart kommt, die Befehlszeile die letzte Rettung ist […]
Pingback von Manuelles Windows-XP-Update | icewind's Blog ³ am 21. Mai 2007 um 13:07 Uhr