Das Spiegel-Ubuntu-Tagebuch

Der Spiegel-Artikel UBUNTU-TAGEBUCH vom bonner Dipl.-Journalist (FH) Jürgen Vielmeier in der Reihe Apparatschik: Neue Technik im Test hat ja schon bereits für einige Aufruhr gesorgt.

Darum ist es nun auch mal Zeit für mich, diesen Artikel rein subjektiv auf seine Schwachstellen zu untersuchen, und mal zu gucken, was der Autor hätte anders oder besser machen können, und wo die vermittelten Informationen Falsch oder unvollständig sind.

Zuerst einmal setzt der Autor den Kernel „Linux“, das System „GNU/Linux“ und Ubuntu fast durchweg synonym, aber das machen Viele, und dann sind in den fünf Artikeln selbst einige Fehler.

Hier mal eine Auswahl …

Als jahrelanger Windows-Anwender muss ich mich allerdings erst an die ungewohnte Oberfläche mit ihren zwei Taskleisten gewöhnen

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 2: Linux aus dem Netz laden

Nun abgesehen davon, dass es Panels sind, und am Bildschirmrand sind, haben sie mit den Windows-Taskleisten nichts zu tun. Der Autor hätte in einem Nebensatz zumindest erwähnen können, dass es keine „zwei Taskleisten“ sondern vollkommen frei gestaltbare Panels sind.

Unter DOS musste man auf einem schwarzen Hintergrund Befehle wie C: DOS >RUN von Hand eintippen.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 3: Der Desktop als Kunstwerk

Was zur Hölle macht „C: DOS >RUN“? Gut, meine DOS-Zeit ist nun schon etliche Jahre her, aber an einen solchen Befehl kann ich mich absolut nicht erinnern. Vielleicht hätte der Autor einen etwas eindeutigeren MS-DOS-Befehl nehmen können. Vor allem einen Befehl, den man oft benötigt.

Ich benötigte damals immer „hot“, um eine relativ einfache „grafische“ Oberfläche zu starten, von der aus ich auch einen Browser aufrufen konnte, der selbst heutigen Textbrowsern stark überlegen ist.

Eine Besonderheit bei allen Ubuntu-Versionen ist die Möglichkeit, zwischen mehreren Desktops hin und her zu schalten.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 3: Der Desktop als Kunstwerk

Nun, für den Autor oder Windows-Umsteiger mag das etwas besonderes sein, aber das, was unter Windows mühevoll (und dann nur sehr schlecht umgesetzt) durch irgendwelche Tools nachoptimiert werden muss, ist unter Gnome und anderen GNU/Linux-Desktop-Umgebungen seit jahren Gang-und-Gäbe.

Weiter unten im Text vergleicht der Autor KDE mit Windows, weil es standardmäßig nur ein Panel hat, und dieses Panel unten liegt. Aber, nur weil das Panel unten liegt, und das Hauptmenü linksseitig unten angeordnet ist, heißt es nicht, dass das KDE-Panel mit der Windows-Taskleiste etwas gemeinsam hat, schließlich wird KDE ja auch nicht MacOS ähnlicher, weil man das Panel nach oben zieht …

Was sich die Entwickler wohl dabei gedacht haben, Xubuntu keine WLAN-Unterstützung mit auf den Weg zu geben, bleibt aber ihr Geheimnis. Auch die sehr niedrige Bildschirmauflösung wirkt altbacken.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 3: Der Desktop als Kunstwerk

Nun, vielleicht haben sie sich gedacht: „Hey, warum sollten wir unserer Desktopumgebung eine WLAN-Verwaltung mitgeben, wenn es Linux selbst bereits kann?“ Abgesehen davon hat Xfce sehr wohl Möglichkeiten, das WLAN zu verwalten, und kommt damit auch einwandfrei klar.

Die „niedrige Auflösung“ von 1400×1050 Pixeln oder auch 1680×1050 Pixeln Widescreen und ähnlichem (zwei Sekunden Webrecherche, ich bin mir sicher, es geht auch noch größer) ist natürlich ein herber Verlust, wenn man die maximal 800×600 Pixel verwenden kann, die ein frisch installiertes Windows einem maximal bieten kann.

Gäbe es den [WLAN-Stick-Treiber vom Hersteller] nicht, hätte ich nach einem Open-Source-Treiber suchen oder Teile vom Windows-Treiber selber anpassen müssen – was mir wohl kaum gelungen wäre.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 4: Treiberinstallation mit "sudo"

Das wäre dem Autor nicht nur nicht gelungen, sondern er hätte es auch lizenztechnisch nicht gedurft. Er hätte vermutlich NDISwrapper nehmen, und ihn entsprechend dem ubuntu-Wiki einrichten müssen.

Eine Installation per Doppelklick, so wie man das von Windows gewöhnt ist, gibt es hier offenbar nicht.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 4: Treiberinstallation mit "sudo"

Habe ich anders erlebt, auch, wenn mir der Dreisatz lieber ist, als irgendwas ohne Statusausgaben per GUI zu machen. Natürlich bietet nicht jeder Hersteller fertige Pakete für alle Distributionen (alleine 315 Live-CDs laut The LiveCD List) an, das wäre ob der schieren Menge auch völliger Schwachsinn. Stattdessen gibt es eben den Quelltext zum selbst-bauen (./configure && make && make install ist ja nun auch nicht wirklich kompliziert, oder? *g*).

Was gemeint ist, erfahre ich nach einer halbstündigen Websuche in einem Internet-Forum: Bei Ubuntu kann man sich gar nicht als „Root“ anmelden. Alles, wofür man gewöhnlich sogenannte „Root“-Rechte benötigt, kann man viel einfacher mit „Sudo“ erledigen, steht dort.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 4: Treiberinstallation mit "sudo"

Schnell ist der Autor auch nicht. Eine einfache Webrecherche nach „unter ubuntu als root anmelden“ hätte ihn zum Ubuntu-Forum-Artikel Als Root anmelden? aus dem Jahre 2005 gebracht, dort steht als dritter Beitrag (von Foren-moderator „gilly“) ein Link zum Ubuntu-Wiki.

Gut, der Link ist aufgrund einer Wiki-System-Umstellung nicht mehr gültig, aber das Wiki-Sytem bietet einem unter anderem root als Alternative an – dies ist eine Weiterleitung auf den sudo-Wikiartikel, der die Verwendung ausführlich erklärt.

Genau so lange hat der Autor gebraucht, um herauszufinden, was es mit „Pakete nachladen“ auf sich hat. Das Ubuntu-Wiki sollte der Autor mittlerweile kennen, also dort mal schnell nach „Pakete“ suchen, und schon wird einem Pakete installieren angeboten, wo weitere informationen zum Thema verfügbar sind.

Dazu soll ich zwei weitere „Pakete“ installieren und die Datei /etc/network/interfaces leicht verändern. Aber schon taucht ein neues Problem auf: Die Datei „interfaces“ ist schreibgeschützt.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 4: Treiberinstallation mit "sudo"

Schließlich hat der Autor, der – nach eigener Aussage – „mehrere Semester Informatik studiert“ hat, es aber immerhin innerhalb von drei Stunden hinbekommen, herauszufinden, wie man schreibgeschützte Dateien bearbeitet, und schreibt etwas davon, dass das Ubuntu-Wiki „Roaming“ als Lösung für sein WLAN-Problem anbietet, gut, „0 Treffer in ungefähr 7437 durchsuchten Seiten.“, aber das sei mal dahingestellt.

In seinem Fazit lobt der Autor Totem als „eine Art Windows Media Player für Linux“, und wird – selbst diesem eher schlichten Programm – mit dieser Aussage bei Weitem nicht gerecht. Der Autor freut sich aber, dass das Programm ihm vorschlägt, selbst nach fehlenden Codecs zu suchen – eine Funktion, die der Autor bei Windows XP vermisst. Der Windows-Media-Player HAT so eine Funktion, durch TweakXP wird sie aber deaktiviert – Und das benutzen laut mehrfacher Aussage diverser User eben jene direkt nach der Installation.)

Einerseits schrieb der Autor im Artikel, dass es umständlich wäre, Software zu installieren, andererseits lobt er Den Paketmanager zum Insallieren neuer Programme, verweist aber darauf, dass die Installation von kommerziell angebotenen Programmen schwierig sei, und nennt Skype. Interessant ist, dass gerade Skype eines der Programme ist, dessen Anbieter fertige Pakete für alle gängigen Distributionen bereitstellt.

Mit Umlauten tut sich das Dateisystem etwas schwer.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 5: Linux ist besser und schlechter als Windows

Nein. Lediglich bei User-Login-Namen sind Umlaute sinnvoller Weise nicht gestattet (wobei es technisch selbstverständlich möglich wäre), schließlich ist GNU/Linux ein voll Netzwerkfähiges System, und passt sich entsprechend an, so sind zum Beispiel Umlaute in Usernamen nicht gestattet.

Nicht zuletzt, weil die Verarbeitung und Übertragung von Umlauten mitunter je nach Computer-Umgebung, Betriebssystem und Landessprache Probleme macht, oder schlicht keine Umlaute auf der Tastatur sind, wie loggt sich zum Beispiel ein Amerikaner aus Amerika mit einer amerikansichen Tastatur als „äöü“ auf einer Maschine ein, die in Deutschland steht?

Etwa jeden zweiten Tag sind Updates für das System oder einzelne Anwendungen verfügbar, die Ubuntu herunterladen will. Das System muss dann oft neu gestartet werden.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 5: Linux ist besser und schlechter als Windows

Sicherheitsaktualisierungen als Kritikpunkt? Langsam wird es jetzt aber etwas lächerlich.

Anders als bei Windows, wo man Wochenlang auf ein Update warten muss (Stichwort: Patchday) werden unter Ubuntu die Sicherheitsaktualisierungen schnellstmöglich bereitgestellt, so dass gefundene Sicherheitslücken nicht lange offen bleiben.

Und dass man das System neu Starten muss, kommt höchstens mal vor, wenn es ein Kernel-Update gibt. Ansonten muss gelegendlich mal X neu gestartet werden, aber das war’s.

Doch wenn man einige Anwendungen deinstallieren möchte, um Speicherplatz zu sparen, wird es kompliziert. In der Softwareliste einfach das Häkchen herauszunehmen, geht nicht.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 5: Linux ist besser und schlechter als Windows

Genau das ist es, was GNU/Linux im allgemeinen, und Ubuntu im speziellen so einfach macht: Man entfernt einfach den Haken im Paketmanager und klickt auf „Anwenden“, und schon wird das Programm entfernt. Wahlweise ohne, die Konfigurationsdateien zu löschen, oder mit.

Über System –> Administration –> Drucker gelange ich zu einem Dateimanager, bei dem sich ein Drucker leicht hinzufügen lässt.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 5: Linux ist besser und schlechter als Windows

Lieber Autor, so gelangt man zur Druckerverwaltung. Wenn Sie zum Dateimanager möchten, benutzen sie zum Beispiel Orte -> Persönlicher Ordner. Aber dieser kleine Fehler ist ob der anderen angesprochenen Probleme vernachlässigbar.

Fazit: Schon heute lohnt sich der Umstieg auf Ubuntu für Menschen mit Hartnäckigkeit, Tüftlerherz und grundlegenden Computerkenntnissen. Von der Bedienung her steht Ubuntu Windows in nichts nach. Es ist ein gleichwertiges System, das den großen Vorteil hat, kostenlos und leicht bedienbar zu sein – wenn erst einmal alles funktioniert.

Spiegel.de; UBUNTU-TAGEBUCH, TAG 5: Linux ist besser und schlechter als Windows

Dem kann ich mich hingegen vollkommen anschließen.

4 Reaktionen

  1. Ich betreibe inzwischen relativ problemlos Ubuntu 7.10 auf einem Samsung Q35.
    Man kann dem Spiegel-Autor, der eine Ubuntu-Installierung aus der Sicht eines unerfahrenen Laien beschreibt, nicht einen Mangel an Experten-Wissen vorwerfen. Millionen möglicher Anwender werden auf größere Hardware-Probleme bei ganz ähnlichem Kenntnisstand und bei weitaus geringerer Leidensbereitschaft stoßen.
    Es ist nicht Aufgabe eines Betriebssystems, den Anwender zum Erwerb von Experten-Kenntnissen zu zwingen; ein Betriebssystem soll nahezu jedem OHNE Expertenkenntnisse die Benutzung eines Computers gestatten. Ubuntu hat Fortschritte in dieser Richtung erzielt, aber es muss noch weiter gehen.

    Comment von Harald Lukas am 25. Oktober 2007 um 18:41 Uhr

  2. > ./configure && make && make install ist ja nun auch nicht wirklich kompliziert, oder?

    Als Umsteiger von Windows und als jemand, der einfach ein Programm installieren will? DOCH – wesentlich umständlicher als „explorer, doppelklick“.
    Außerdem müssen dann noch diverse devel-packages installiert sein. Und wenn man ganz toll dran ist, hat man von irgend was auch noch die falsche Version installiert.

    Als ich mit Linux angefangen habe und das erste mal was kompiliern musste, weil die gelieferten Packages nicht SO aktuell waren, dachte ich mir nach dem x-ten Kompilierungsfehler „meine Güte, in Win kann das so einfach sein – was interessieren mich die sch*** Sourcen“ :-( Geschafft hab ich’s trotzdem, aber unter Schmerzen die nicht sein müssten.

    > Sicherheitsaktualisierungen als Kritikpunkt? Langsam wird es jetzt aber etwas lächerlich.
    Windows wirft man auch immer vor, laufend neustarten zu müssen, also muss sich ein Linux das hier auch gefallen lassen – es ist halt so.

    >> Es ist ein gleichwertiges System, das den großen Vorteil hat, kostenlos und leicht bedienbar zu sein – wenn erst einmal alles funktioniert.
    Jup, wenn alle benötigten Programme vorhanden sind.

    Comment von ... am 7. November 2007 um 14:12 Uhr

  3. > einen Browser [DOS-Browser Arachne] aufrufen konnte, der selbst heutigen Textbrowsern stark überlegen ist.

    Probier mal „links -g“ oder w3m, wenn der Framebuffer aktiv ist ;)

    > Weiter unten im Text vergleicht der Autor KDE mit Windows, weil es standardmäßig nur ein Panel hat, und dieses Panel unten liegt.

    Vom Konzept her ist es Windows schon ähnlicher als Gnome, da hat er völlig Recht. Ich finde es darüberhinaus sehr lobenswert, dass der Autor absichtlich sehr simpel und aus der Sicht des unerfahrenen Endbenutzers schreibt, denn das sind die Leute, die damit erreicht werden sollen und die dem Text nicht mehr folgen können, wenn es zu kompliziert wird.
    Naja, davon mal abgesehen würde ich trotzdem Gnome empfehlen – das aufgeteilte Gnomemenü halte ich für deutlich übersichtlicher als das von Windows oder von KDE. Da gewöhnt man sich doch gerne um :)

    > Nun, vielleicht haben sie sich gedacht: „Hey, warum sollten wir unserer Desktopumgebung eine WLAN-Verwaltung mitgeben, wenn es Linux selbst bereits kann?“

    Wenn das WLAN über die grafische Oberfläche nicht konfigurierbar ist (ich hab keine Ahnung, du äußerst dich nicht genauer dazu und ich hab Xfce/Xubuntu nie ausprobiert), dann würde ich das schon als Mangel bezeichnen. Klar, Leute wie wir können auch ne wpa_supplicant-Configdatei schreiben, der’s auch dann tut, wenn man mal ohne X arbeiten möchte (mache ich zum Beispiel auf meinem Notebook so), aber einem durchschnittlichen Anwender wollte ich sowas nicht antun.

    > auch wenn mir der Dreisatz lieber ist

    uah, mir nicht. Wieviele Makefiles liefern schon Deinstallations-Targets mit, geschweige denn die automatische Installation von Abhängigkeiten? Wenn schon from source, dann nur mit Gentoo oder mit einem Tool, das ein deb-Package aus den kompilierten Binaries erstellt.
    Ansonsten finde ich die Installation von Windows-Software weniger angenehm als die Installation von Paketen. Zugegeben, Synaptic glänzt nicht gerade durch Usability, das muss eigentlich noch besser gehen (mache ich mir aber auch nicht so viele Gedanken drüber, da ich eh nur aptitude benutze). Darüberhinaus ist die Paketinstallation viel angenehmer und schneller, weil man sich nicht durch nen blöden Assistenten klicken muss, der dann vielleicht noch 50 Fragen der Art „Sind Sie sicher, dass Sie die DLL-Datei C:\Programme\Gemeinsame Dateien\My Company\My App\sltsmrdtnm.dll entfernen möchten?“ stellt. Dank der hervorragenden Dependency-Mechanismen der großen Distros gibt es auch keine Probleme wie „Mein .NET-Programm ist 500KB groß ist, aber ich muss das 20MB große .NET-Framework beilegen, weil der Anwender sonst überfordert ist“.

    > ./configure && make && make install ist ja nun auch nicht wirklich kompliziert, oder? *g*

    Doch, für einen durchschnittlichen Anwender, der noch nie mit einer Konsole gearbeitet hat, der Fehlermeldungen bezüglich fehlender Headerdateien nicht lösen kann, der kryptische Compilerfehler nicht versteht, und der vielleicht nicht mal richtig Englisch kann, ist das ein guter Grund, die Finger von Linux zu lassen.

    > > Was gemeint ist, erfahre ich nach einer halbstündigen Websuche in einem Internet-Forum: Bei Ubuntu kann man sich gar nicht als „Root“ anmelden.
    > Schnell ist der Autor auch nicht.

    Uff. Da muss ich dir Recht geben ^^
    Naja, vielleicht ist er ja wie ich gerade zwischendurch über einen interessanten Blog gestolpert, in dem er erst ein Kommentar abgeben musste ;)

    > Der Autor freut sich aber, dass das Programm ihm vorschlägt, selbst nach fehlenden Codecs zu suchen – eine Funktion, die der Autor bei Windows XP vermisst. Der Windows-Media-Player HAT so eine Funktion

    Hab ich mich ehrlichgesagt auch drüber gefreut, das ist nämlich meiner Meinung nach ein Killerfeature, bei dessen Demonstration die meisten Windows-ist-das-Maß-aller-Dinge-Anwender feuchte Augen bekommen ;)
    Hat der Codecdownload vom Media Player denn jemals wirklich funktioniert? Ich weiß, dass der dann in der Statusleiste irgendwas von Codecdownload erzählt hat, ich hab aber nie gesehen, dass das auch funktioniert hat (vergleichbare Erfahrung bei der Funktion „Treiber in Windows-Update suchen“ von Windows XP).

    > mitunter je anch Computer-Umgebungm, Betriebssystem udn

    immer mit der Ruhe ;)

    > > Das System muss dann oft neu gestartet werden.
    > Und dass man das System neu Starten muss, kommt höchstens mal vor, wenn es ein Kernel-Update gibt.

    Da gebe ich dir völlig recht – wie der Autor drauf kommt, bei Updates ständig neustarten zu müssen, ist mir ein völliges Rätsel. Jedes Mal, wenn ich jetzt gezwungenermaßen an einem Windows-PC arbeite und Updates installiere, fällt es mir umso deutlicher auf, wie schlimm das bei Windows ist. Überhaupt ist Updaten unter Windows eine Tortur – gehe ich auf die Updateseite im Internet (bei Windows 2000 häufig noch zwingend nötig), dauert es erst mal eine gefühlte Ewigkeit, bis das Ding mir sagt, welche Updates nötig sind – kein Vergleich mit einem ‚aptitude update‘. Noch geiler wird es unter Vista: Updates installieren – Neustart erforderlich. Vor dem Runterfahren dann noch mal ewig „Updates werden konfiguriert“, vor der Anmeldung dann wieder „Updates werden konfiguriert“. Ich hab bislang noch nicht ernsthaft versucht, dabei die Zeit zu messen, aber gefühlt dauert das einige Male so lange wie Updates von vergleichbarer Größe unter debianbasierten Systemen.

    Noch ein Wort zur Hardwareerkennung von Ubuntu bzw. Linux (hängt ja eigentlich fast nur vom Kernel ab): „hat bei mir alles erkannt“ bzw. „hat bei mir Dinge nicht erkannt“ ist zwar eigentlich sehr subjektiv, aber sehe mich jetzt trotzdem dazu gezwungen, entsprechende Statements abgeben :)
    Ich habe in letzter Zeit mehrmals Ubuntu und Windows XP bzw. Vista auf verschiedenen PCs gleichzeitig installiert bzw. es versucht:
    * mein PC: Vista war gerade zum Installationszeitpunkt gerade über MSDNAA verfügbar, also noch ganz frisch und ohne großen Treibersupport. Einer der beiden SATA-Controller wurde nicht erkannt, 3d-fähige Grafiktreiber gab es gar nicht.
    Ubuntu lief out of the box, wenn man mal vom proprietären Nvidia-Treiber absieht, der natürlich nicht vorinstalliert war.
    * alte Toshiba-Notebooks (Tecra 8200), die ich vor kurzem für einen Bekannten eingerichtet habe: Windows XP brauchte noch Treiber für die Soundkarte.
    Ubuntu lief out of the box, mit Sound.
    * topaktuelles Lifebook mit Core2Duo-Prozessor, für denselben Bekannten: Windows XP war nicht installierbar, wollte einen Treiber für den Chipsatz von Diskette, das Notebook hat aber kein Diskettenlaufwerk. Keine Lust, erst eine neue Windows-CD zu brennen, also – Vista: hm, ich hab irgendwelche Treiber von der Fujitsu-Seite installiert, kann mich aber leider beim besten Willen nicht mehr entsinnen, welche das waren :/
    Ubuntu lief out of the box.

    Wie gesagt, alles subjektiv, man kann natürlich auch Pech mit der Hardware haben (hatte ich zum Beispiel mit einem Canon IP-Drucker an meinem Server, die Treiberinstallation von irgendeiner japanischen Canonseite war eine grauenvolle Erfahrung. Aber ich hab eine simple Lösung: ich kaufe ab jetzt keine Canondrucker mehr).

    Und nochwas: dein Blog hat eine unglaublich nervige automatische Postingvorschau per Javascript. Wenn ich JavaScript nicht in der Toolbar abschalte, komm ich mir beim Tippen vor, als arbeite ich über eine total überlastete SSH-Verbindung.

    Comment von Martin von Wittich am 14. November 2007 um 23:29 Uhr

  4. Und nochwas: dein Blog hat eine unglaublich nervige automatische Postingvorschau per Javascript. Wenn ich JavaScript nicht in der Toolbar abschalte, komm ich mir beim Tippen vor, als arbeite ich über eine total überlastete SSH-Verbindung.

    Kann ja niemand damit rechnen, dass jemand so lange kommentare Schreibt (danke übrigens dafür!)

    Vielleicht nächstes mal in Gedit (oder was auch immer du sonst verwendest) vorschreiben? ;)

    Comment von icewind am 11. Dezember 2007 um 13:18 Uhr

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