Wordpress ist wohl eines der am weitesten fortgeschrittenen Blog-CMSe, aber auch Wordpress kann man noch durch Plugins aufbohren. So kann man allerlei sinnvolle und unsinnige Funktionen hinzufügen, diverses an der Darstellung ändern, Code optimieren, Metatags setzen, und allerhand verrücktes Zeug machen.
Plugins für Wordpress gibt es auf diversen Seiten. Die bekannteste Seite ist wohl die Wordpress Plugin Database. Zusätzlich dazu gibt es auch noch die Wordpress-Eigene Plugin-Seite, auf der auch viele Plugins vorhanden sind. Viele der Plugins dort werden vom WP-Team unterstützt und befürwortet.
Aber welche Plugins sollte man verwenden? Natürlich kann ich keine allumfassende Empfehlung geben, aber ich kann einfach mal einige Plugins vorstellen, die ich verwende, und ohne die für mich keine Wordpress-Installation komplett ist.
Sehr schöne Anpassung und gutes SEO für Titel, Beschreibungen, beitragsbezogene Metatags, etc. Vor allem das „Umdrehen“ von Beitragstitel und Blogtitel im Seitentitel ist gut. Nicht nur, dass oft nicht der ganze Titel in den Button in der Taskbar passt, auch viele Suchmaschinen schneiden den Titel nach einer gewissen Zeichenzahl ab. So wird aus „Blog XYZ – Beitragstitel“ beim User in der Taskleiste „Blog XY …“ und in den Ergebnissen einer Suchmaschine zum Beispiel „Bog XYZ – Beitr“.
Beides wird dadurch verhindert, dass der Beitragstitel zuerst kommt. Schon hat der User „Beitragstitel …“ und die Suchmaschine „Beitragstitel – Blog“. User zufrieden, weil er den Titel sehen kann; und Suchmaschine zufrieden, weil nicht X mal „Blog XYZ – Beitr“ dasteht, was wiederum suchende User zufriedenstellt. Zusätzlich kann jedem Blogbeitrag eine 160 Zeichen lange Beschreibung hinzugefügt werden. Die meisten Suchmaschinen zeigen dann diese anstatt eines wahllosen Textausschnittes. Eigene Metatags sind ebenfalls möglich.
Praktisch, da „überlange“ URLs in Kommentaren nicht mehr das Design verhauen (falls sie das tun sollten, sollte man seinen Designer verhauen *g*). Die URLs werden automatisch in Links umgewandelt, und aus „http://dies.ist.ein.ganz.langes.beispiel.auf.example.com“ wird zu „http://die…ple.com“ und automatisch richtig verlinkt, wobei die Kürzung einstellbar ist.
Zeigt beim Schreiben eines Beitrags alle schon mal verwendeten Tags an, diese man zum einfügen in die Tagliste des Beitrages nur anklicken muss. Verhindert beispielsweise, dass man statt schon vorhandenem „Internet und Computer“ – Tag noch einen „Computer und Internet“ – Tag verwendet, wenn es um netzbezogene Themen geht, da man sich nicht mehr an sein erstes diesbezügliches Tag erinnert.
Neben den „HTML-Eigenen“ sollte man heutzutage auch DublinCore-Metatags benutzen, da diese fortschrittlicher und mehr an das „tatsächliche Leben“ angepasst sind, als das, was HTML von sich aus bietet. Dieses Plugin fügt definierbar beitragsabhängig und global Metatags hinzu, die von den gängigen Suchmaschinen berücksichtigt werden.
Dieses Plugin generiert eine Sitemap-Datei für Google, welches die Auslesung vereinfacht, und somit auch positiv für den Pagerank, bzw. die Durchdringung des Google-Indexes mit der eigenen Seite ist. Darüber hinaus sollte man sich bei Google auch anmelden, und für seine Seite definieren, wie man gefunden werden will. Ich habe das auf meiner Jana-Pallaske-Fansite so gemacht, dass nur die Startseite angezeigt wird.
Andere Ergebnisse, dei der Googlebot findet, werden also nicht einzeln aufgelistet, sondern kommen der Startseite zu gute. Das sorgt dafür, dass die Seite zwar nur mit nur einem Eintrag in der Suche erscheint, dafür aber meist auf dem ersten Platz.
Mit Intypo kann man einstellen, was für Anführungszeichen dargestellt werden. Standardmäßig werden in Wordpress US-Amerikanische Anführungszeichen (“ und ”) verwendet, welche im Deutschen allerdings komplett falsch sind. Ebenfalls falsch sind Zollzeichen als Anführungszeichen (" vorne und hinten). Einzig (na ja *g*) richtig sind „ und “, was man mit diesem Plugin einstellen kann.
So kann man beim Schreiben des Beitrages ganz bequem das Zoll-Zeichen (Shift+2, das allgemein dafür gehaltene „Anführungszeichen“ also *g*) verwenden, und Wordpress zeigt dennoch typographisch richtige Anführungszeichen an. Guillements (» und «) gehen natürlich auch. Sowie diverse weitere Sprachen mit allen möglichen sprachtypischen Möglichkeiten.
Ein kleines Pugin, das nichts weiter macht, als bei einem „Weiterlesen“-Link die Sprungmarke zu entfernen, so dass bei einem Klick auf einen eben solchen Link die neue Seite von Anfang an betrachtet wird, und nicht schon beim Laden nach „irgendwo mitten im Text“ gesprungen wird, wie es das Standardverhalten ist. „Neue Seite = Anfang“ ist psychologisch sinnvoller als „Neue Seite = Irgendwo mitten im Text“ („irgendwo“ stimmt ja nicht ganz, es wird halt dahin gesprungen, wo das MORE-Tag gesetzt wurde). Der User wird danken.
Dass Wordpress ein englischsprachiges Projekt ist, sieht man trotz Internationalisierung an diversen Stellen, unter anderem auch daran, dass die Permalink-Struktur Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen hat. Selbstverständlich sollte man keine Sonderzeichen in URLs verwenden – Jedoch die Titel können das natürlich haben.
Beispielsweise ein fiktiver Beitrag „Öffnen von Übergroßen Dateien“. Dieser Beitrag wird standardmäßig zu „offnen-von-ubergrossen-dateien“. Aber was ist „uber“, und was bedeutet „offnen“? Das Plugin macht daraus richtiger Weise „oeffnen“ und „ueber“.
Mit diesem Plugin kann man in Blogbeiträgen oder statischen Seiten PHP-Code ausführen, was normaler Weise nicht möglich ist. Das braucht man als reiner Blogger natürlich eher weniger, aber als zusäzlich noch technisch interessierter/begabter Blogger, der gerne und viel anpasst, hingegen schon. Nicht zuletzt kann man damit auch wunderbar ipeRSS einbinden.
Mit diesem Plugin erleichtert man Akismet (welches man selbstverständlich verwendet! *g*) die Arbeit. Es wird bei Trackbacks/Pingbacks geprüft, ob der URL, der angegeben wird, und der Server, der den Trackback gesendet hat, die selbe IP haben, ist dies nicht der Fall, kommt der Trackback von einem anderen Server, auf den er verweist, ein gutes Zeichen für Trackback-Spam. Zusätzlich wird die Seite eingelesen und nach dem eigenen Blog-URL gesucht. Wenn ein Trackback gemacht, aber kein Link gesetzt wurde, ist dies ein weiteres indiz für Trackback-Spam. Das Plugin ist gut anpassbar und arbeitet zuverlässig, wenn nicht Akismet sowieso schon den Spam erkennt, und rausfiltert.
Hiermit können annähernd 70 Social-Bookmark-Dienste eingebunden werden. Die Dienste sind einzeln an- und abwählbar und sind in der Reihenfolge frei sortierbar. Entweder können die Links immer angezeigt werden, oder nur beim Beitrag selbst, außerdem kann es automatisch geschehen, oder per Befehl ins Theme integriert werden. Ist natürlich eine hervorragende SEO-Maßnahme.
Das Wordpress-Eigene Statistik-Plugin. Einfach aktivieren, API-Key eingeben (muss man sich auf Wordpress.com für registrieren – Blog anlegen kann man sich schenken, es reicht ein Account – da gibt es den dann automatisch mit dazu), und warten. Man erhält umfassende Statistiken zum Blog, welche Beiträge wann wie oft aufgerufen wurden, man sieht die Suchbegriffe, über die man gefunden wurde, kann die Referer einsehen, etc.





































Die meisten sind mir bekannt und auch mit Plugins ist weniger manchmal mehr.
Das „Simple Trackback Validation“ werde ich mal testen, sonst bekommt man Tackbacks, die in Wirklichkeit keinen Gegenlink haben oder sogar einen „bösen“. Und das muss nun nicht sein ;-)
Kommentar von Trendscout am 30. Juni 2008 um 21:03 Uhr