Firefox ist ein schöner Browser, der schon ab Werk viele Funktionen mitliefert. Ob man die Immer braucht, sei mal dahingestellt. Jedenfalls bietet Firefox durch das Erweiterungs-System eine einfache Möglichkeit, den Browser um Funktionen zu erweitern, die man häufig benötigt.
Es gibt Erweiterungen wie Sand am mehr, viele davon sind für viele Leute „Pflicht-Erweiterungen“, ohne die eine Firefox-Installation nicht vollständig ist. Viele Erweiterungen sind aber auch unnötiger Müll, der nichts weiter tut, als den Browser langsamer und instabiler zu machen. Einige Erweiterungen sind sogar nur Malware.
Natürlich gehört der Werbefilter Adblock Plus zu meinen ganz persönlichen Standard-Erweiterungen, ebenso wie CookieCuller. Damit kann man Cookies nicht nur Seitenweise, wie standardmäßig, sondern Cookieweise blocken – bzw. bei Browser-Beenden löschen.
Auch zum Standard-Umfang gehört für mich RefControl, mit dem es möglich ist, je anch seite einen beliebigen Referer-Header, den Standard-Referer, die Site-Eigene Domain oder gar keinen Referer zu übermitteln. und CustomizeGoogle erweitert Google für mich um einige nützliche Funktionen wie „endloses Scrollen“ (anstatt seitenweisem Weiterblättern wird beim Nach-unten-Scrollen jeweils die nächste Seite – die nächsten Ergebnisse – nahtlos angefügt), Anonymisierung, oder auch spezielle Bildersuche-Anpassungen und Links zu weiteren Suchmaschinen.
Über Fast Dial habe ich ja schon mal berichtet. Mittlerweile kann es auch Themes, ein Wallpaper, Unterverzeichnisse, und weitere Dinge zudem ist man nicht mehr auf „about:blank“ festgenagelt.
FlashBlock verhindert bei mir, dass Firefox abstürzt. Leider ist es hier nämlich immer noch so, dass Firefox sich ganz gerne mal hin hängt, wenn ein Tab mit Flash-Inhalten geschlossen wird (@Adobe: FIX YOUR LINUX SUPPORT!), daher gibt’s gar kein Flash, wenn ich es nicht will! Außerdem erspart es lästiges Flash-Werbungs-Gequake, das man nicht abstellen kann.
Mittels Greasemonkey kann man durch so genannte Userscripts Webseiten nach seinen wünschen anpassen. Hier mal ein Bild weg, da mal was hinzu, alles kein Problem.
Für Textlinks gibt es einige Erweiterungen. Nach dem Testen diverser bin ich zu dem schluss gekommen, dass Linkification genau dem entspricht, was ich möchte. Links werden umgewandelt, und erscheinen dann im Design der Website, oder, wenn man will, angepasst durch die userContent.css, da sie eine eigene CSS-Klasse mitgegeben bekommen. Ich habe mir es so eingestellt, dass die Links anstatt normal (oder unprofessioneller Weise gar nicht) unterstrichen gestrichelt unterstrichen werden, um sie von bereits vorhandenen Links auf der Seite unterscheiden zu können.
Mit Firefox 3 wurde ein für mich essentielles GUI-Feature entfernt: Die Übersicht über Links in den Seiteninformationen. Links and Forms bringt dieses Feature wieder zurück.
Live HTTP Headers ist für alle eine unerlässliche Erweiterung, die etwas mehr aus ihrem Broweser raus holen wollen, als bloß Seiten aufzurufen. Ein Online-Stream geht nur im Browser und keine Chance, herauszufinden, wie der URL ist? Header-Fenster auf und Stream gestartet! Schon kann man sich die nötigen Informationen anhand der HTTP-Kommunikationsdaten zusammenbauen :)
Die Erweiterung Locationbar² ermöglicht auf jeder Seite Brotkrümel-Navigation (natürlich muss die URL-Struktur entsprechend aufgebaut sein, das das so geht), da es die Einzelnen Pfad-Teile in der Adresszeile anklickbar macht. Außerdem kann die Anzeige den eigenen Bedürfnissen im bezug auf Abstand, Anklickbarkeits-machungs-Richtung, Farbe, etc. angepasst werden.
Next Image bindet zwei Shortcuts (Shift+CursorLinks/CursorRechts) ein, um problemlos nummerierte Dateien zu durchbrowsen. Dabei wird immer der Letzte Teil des URL um eins erhöht, bzw. verringert, der eine Zahl ist. Ungemein Praktisch bei Galerien mit keiner oder umständlicher Navigationsmöglichkeit. Einfach das Aktuelle Bild und dann vor- und zurückgehen per Tastendruck …
Eine Pflicht-Erweiterung für viele ist NoScript, welches eine Javascript-Whitelist darstellt. Javascript ist generell deaktiviert (was viel Performance, Nerven, Zeit und Ärger spart, und fast überall Werbebelästigung unterbindet), kann aber einfach – entweder temporär oder permanent – für einzelne Seiten oder ganze URLs erlaubt werden.
Tab Wheel Scroll ermöglicht mir das Scrollen per Mausrad in der Tableiste, was standardmäßig nicht möglich ist. Allerdings hat die Erweiterung bei mir zum jetzigen Zeitpunkt einen Bug: Das Konfigurationsfenster kann nicht angezeigt werden (XML-Fehler). Kein Problem: „about:config“ in die Adresszeile eingeben, nach „extensions.tabscroll“ filtern, fertig.
„extensions.tabscroll.downScrollsLeft“ bestimmt dabei die Scrollrichtung beim Drehen des Mausrades. Der Name ist selbstbeschreibend, oder? Beim Mausrad-runter-Scrollen scrollt die Tableiste nach links. Finde ich unintuitiv, daher ist der wert bei mir dort „false“. Jetzt scrollt die Tableiste nach rechts, wenn ich das Mausrad rutnerdrehe. Und „extensions.tabscroll.scrollWrap“ bestimmt, ob am Ende der Tableiste wieder von vorne angefangen werden soll, zu scrollen. Finde ich sinnvoll, daher „true“. Tja, und die Beschreibung wird auch noch gelistet.
Das mögen auf den ersten Blick viele Erweiterungen sein, aber all diese Erweiterungen machen den Browser zu dem, was ich so in dieser Art anderswo einfach nicht finde, und worauf ich auch nicht mehr verzichten möchte.








































